Monat: Mai 2016

125 Jahre Golf in der Schweiz

Daily Golf News

Bildschirmfoto 2016-05-12 um 17.00.54Genau vor 125 Jahren also im Jahre 1891, wurde in der Nähe von St. Moritz, dem weltweit bekannten Kurort im Engadin erstmals Golf im Alpenland gespielt und demzufolge Geschichtlich erwähnt. Genau genommen war es der Golfclub Kulm. Da sind die Wurzeln des schweizerischen Golfs zu Hause. Ein neun Loch Platz, der in abgeänderten Form noch heute besteht. Falls Sie mal in der Gegend sind, probieren Sie es aus. Es lohnt sich. Und mit dem historischen Hintergrund macht es doppelt Spass.\r\n\r\nKurz darauf erblickte der Engadin Golfclub bei Samedan das Licht der Welt, nämlich im Jahre 1893. Und bereits um 1900 erhielt Montreux in der Westschweiz seine eigene Golfanlage und danach war die Innerschweiz mit Luzern an der Reihe. Die Stadt am Vierwaldstättersee erfreute sich im Jahre 1902 am wahren Spirit oft the Game. Für die vielen englischen Touristen die auf die Rigi und den Pilatus wollten, musste zwingend auch das Golfspiel angeboten werden. Nur Schnee, Berge und Seen waren nicht genug.\r\n\r\nDas Jahr 1902 war dann auch das Gründungsjahr des Schweizerischen Golfverbandes. Der ASG. Offiziell genannt die, Association Suisse de Golf.Bildschirmfoto 2016-05-12 um 17.02.08\r\n\r\nDer schweizerische Golfverband feierte im Jahr 2002 sein 100 jähriges Jubiläum bestehen. Eine gebührende und edle Festlektüre in Buchform wurde verfasst. Von Schottland reiste als Ehrengast der Captain von St. Andrews Peter Dawson an. Der Herr ist international sehr bekannt und übergibt jeweils bei den British Open den Claret Jug und sagt die geflügelten Worte. Für den „Champion Golfer oft the Year“\r\n\r\nDer Baron und das Militär \r\n\r\nBaron und Oberstdivisionär Hans Pfyffer von Altishofen, ein altgedienter Schweizer Militarist als Vorstandsmitglied mit einem Mitstreiter aus Zürich und zwei englischen Gentlemen waren die ersten Vorsitzenden der ASG. Sie unterstützten den ersten Präsidenten des Schweizerischen Golfverbandes. Sir Arthur Henry Crosfield. Sohn einer englischen Seifenwaren Firma. Dieser frönte lieber seinem Hobby, dem Bergsteigen und dem Golfen, als das er Handseifen und Waschmittel verkaufte.\r\n\r\nIn den Anfängen waren mehrheitlich englische Adlige im Vorstand des Schweizerischen Golfverbandes. Bis heute bekleideten 17 Herren das Amt des Präsidenten. Also durchschnittlich blieb jeder 10 Jahre im Amt. Eine Frau war bisher noch keine darunter.\r\n\r\nBildschirmfoto 2016-05-12 um 17.03.38\r\n\r\nVor gut hundert Jahren hatte es in der Schweiz 7 Golfclubs. Zum Vergleich dazu Schottland, das im Jahre 1457 zum ersten Mal golferisch erwähnt wird. Das ist immerhin 559 Jahre her. Also im Gegensatz zur Schweiz fünfmal länger oder älter, wie immer man es nennen will und garantiert auch fünfmal verwurzelter in Sachen Golf.\r\n\r\nAber nun zu den Schweizer Wurzeln. Der Beginn verlief recht harzig. Grundsätzlich wurden die Plätze nur für die englischen, gutbetuchten Touristen gebaut. Wenige Schweizer move communication gmbh I Bahnhofstrasse 8 I 7304 Maienfeld I +41 81 300 44 22 I info@movecomm.ch\r\n\r\nMitglieder versuchten sich damals in diesem Spiel. Dies hatte einige massgebliche Gründe. Erstens die Bälle. Guttapercha Bälle flogen kaum und rollten höchsten ein paar Meter. Wenn sie dann mal flogen war die Fluglinie unberechenbar. Dann die kurze Saison im bergigen Bündnerland. Zum Beispiel St. Moritz auf 1882 Meter bot eine kurze Saison. Dann die Grünflächen. Die Pflege war schwierig. Es gab noch nicht gegen jedes Unkräutlein ein Mittelchen. Man bedenke, dass der erste motorgetriebene Rasenmäher erst um 1902 erfunden wurde. Auch der Preis für Green Fee und Mitgliederbeiträge spielte eine Rolle. Übrigens kostete im Jahr 1947 eine Pro Lektion von 55 Minuten genau 7 Franken. Das war damals eine stolze Summe.\r\n\r\nSkifahren war wohl zu dieser Zeit eher angesagt. Nicht nur wegen der hohen Kosten und dem elitären Beigeschmack, das dem Golfspiel damals schon anhaftete, sondern weil vielen schnellstens der Mut und die Ausdauer und die Zeit fehlte, um den Ball in dieses kleine Loch zu befördern. Zum Glück haben die Schweizer heute mehr Geduld, sonst wären nicht heute fast 90‘000 aktive Golfer zu verzeichnen.\r\n\r\nImmerhin hat die Schweiz mit Herr Pierre Deschamps einen Golf Olympioniken. Er gewann bei Olympia in Paris im Jahre 1900 die Silbermedaille. Da sind wir mal gespannt, ob dieses Jahr in Rio mit einem Schweizer Golfer das Gleiche passiert. Eine Wette darauf würde viel Geld einbringen!\r\n\r\nGolfeinsteiger braucht das Land \r\n\r\nNach nun verflossenen 125 Jahren probiert der Schweizer Golfverband in diesem Jubiläumsjahr mit einem Werbebudget von einer Million Franken, das Golfen populärer zu machen. Fernsehsendungen, Tage der offenen Türe, Golf für alle, 170 Promotionstage und vieles mehr wird in diesem Jahr propagiert und angeboten. Damit soll der einfache Mann von der Strasse zum Golfen animiert werden. Und die Schlussfolgerung sollte sein, die Mitgliederzahl oder die Schweizer Golfgemeinde von heute 89‘500 in ein paar Jahren auf 100‘000 aktive Golfer anwachsen zu lassen. Ehrgeizige Ziel, die man sich hier gesteckt hat. Zu wünschen wäre es, wenn vielleicht irgendwo in der Schweiz ein Roger Federer des Golfes gefunden würde. Dann wäre die Million sicher gut investiert. Grundsätzlich sind 1 Million Franken für gut 10‘000 neue Spieler nur Fr. 100.00 pro neues Mitglied. Das wäre zu verkraften, wenn man weiss, dass ein aktiver Golfer pro Jahr durchschnittlich Fr. 24‘500.00 für sein Hobby ausgibt. Inklusive Ferien, Bälle und Ausrüstung.\r\n\r\nZu wünschen wäre es dem Golfsport. Man darf sich auf das 125 Jahre Jubiläum vom Golf Engadin St. Moritz im Jahr 2018 und auf das 150 Jahre Jubiläum der ASG freuen\r\n\r\n \r\n\r\nBruno Weibel